Bachlauf als Teichfilter

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Bachlauf als Teichfilter nutzen – so gehts

Ein eventuell vorhandener Bachlauf in Ihrem Garten läßt sich sehr gut als Selbstreinigungsstrecke für Ihren Gartenteich einsetzen. So nutzen Sie einfach Ihren Bachlauf als Teichfilter.

Der Bachlauf soll also über mehrere Meter das Teichwasser reinigen. Dazu wird der Bachlauf in verschiedene Abschnitte eingeteilt. Die Abschnitte bestücken Sie mit unterschiedlichen Pflanzen, von Röhrichtpflanzen bis hin zu feinfiedrigen Wasserpflanzen, welche in einem Pflanzensubstrat mit abnehmender Körnung eingesetzt werden.

Der Bachlauf als Teichfilter

Ob Sie schon länger ein Bachlauf haben, oder ob Sie ihn neu anlegen, Sie sollten ihn als Selbstreinigungsstrecke nutzen. Um Ihren Bachlauf als Teichfilter zu nutzen, ist es erforderlich, dass der Bachlauf einigermaßen gerade verläuft, wobei Dde Fließstrecke mindestens fünf Meter betragen sollte.

Zunächst ist der Bachlauf komplett mit Teichfolie* auszulegen. Die Folie ist so zu verlegen, dass die Nahtstellen sich ausreichend überlappen.

Der Bachlauf sollte ungefähr einen halben Meter breit sein und eine Tiefe von rund 30 cm haben. Im Abstand von rund einem Meter sollten Schwellen eingebaut werden.

Einen idealen Reinigungseffekt erreichen Sie, wenn das Teichwasser sehr langsam durch den Bachlauf läuft. Hier sollten Sie aufpassen, dass das Wasser nicht dermaßen gestaut wird, dass es über die Ufer tritt.

Das Wasser soll langsam und gleichmäßig fließen

Die Fließgeschwindigkeit sollte am Anfang des Bachlaufes gering sein und das Substrat muss möglichst gleichmäßig vom Wasser durchströmt werden. Das erreichen Sie, indem ein erstes Wehr mit einer horizontalen Abrisskante über die gesamte Bachlaufbreite erstellt wird. Dadurch strömt ein dünner Wasserfilm in den unteren Bereich. Damit erreichen Sie, dass das Wasser mit Sauerstoff angereichert wird und Pflanzenreste aus dem Teich herausgehalten werden.

Die eigentliche Reinigung beginnt beginnt dann unter dem Wehr. Es ist hier sinnvoll mit mehreren Modulen zu arbeiten. Befüllen Sie die einzelnen Module mit Pflanzensubstrat mit kleiner werdender Körnung. In das Substrat setzen Sie dann die Wasserpflanzen.

Die Körnung

In den ersten Modulen nach dem Wehr setzen Sie ziemlich grobkörniges Material ein, etwa Kiesel oder anderes kalkfreies Material. Die Körnung sollte 20 bis 60 Millimeter* betragen. In das Substrat werden dann zum Beispiel Sumpf-Pflanzen eingesetzt.

Im zweiten Streckenabschnitt wird die Körnung deutlich kleiner, hier reicht eine Körnung von acht oder sechzehn Millimeter* aus. Hier pflanzen Sie dann etwas kleinere Wasserpflanzen, wie zum Beispiel Hechtkraut ein.

Die letzten Module werden dann mit Sand oder sehr feinem Kies befüllt. Hier können Sie dann Wasserpflanzen Ihrer Wahl einbringen, Wasserpest*, Wasserhahnenfuß*, usw.

Unmittelbar vor dem Gartenteich setzen Sie ein zweites Wehr. Über dieses läuft dann das gereinigte Wasser in Form eines kleinen Wasserfalls in den Teich zurück.